Material und Qualität

Schutz für Ihre Bestände nach höchsten Anforderungen.

Unsere Schutzverpackungen aus Well- und Vollpappe entsprechen den Anforderungen der DIN ISO 16245 Typ A.


Wellpappe


Unsere Wellpappe ist alterungsbeständig und besteht aus einzelnen Bahnen, die mit einem weichmacher- und säurefreien Klebstoff verleimt werden. Hierbei werden einwellige und doppelwellige Wellpappen unterschieden. Trotz des geringen Gewichts hat die Wellpappe eine hohe Stabilität und kann sowohl für klein- als auch großformatige Schachteln eingesetzt werden. Unsere Wellpappe besteht zu 100 % aus Frischfaser, Recyclingmaterial kommt nicht zum Einsatz. Die Decke besteht aus grau durchgefärbtem Papier, welches nicht ausblutet und abriebfest ist.

Vollpappe


Unsere Vollpappe ist alterungsbeständig und besteht aus mehreren aufeinander kaschierten Papieren. Durch die Kaschierung der einzelnen Papierlagen weist das Material eine besonders hohe Stabilität auf. Die Vollpappe ist zu 100 % aus Frischfaser gefertigt und enthält keinen Recyclingmaterialanteil. Die Decke besteht aus grau durchgefärbtem Papier, welches nicht ausblutet und abriebfest ist. Das Material enthält keine Weichmacher.



DIN ISO 16245

Anforderungen an Schutzverpackungen - Was verlangt die Norm?

Eine sachgerechte Aufbewahrung ist Voraussetzung für die langfristige Erhaltung von Archiv-, Bibliotheks- und Museumsgut. Ausgehend von dieser Erkenntnis hat eine internationale Expertengruppe über mehrere Jahre eine Norm für eine fachgerechte Archivierung erarbeitet. Aus dieser internationalen Norm wurde die deutsche DIN ISO 16245 abgeleitet. Unter dem Titel »Information und Dokumentation – Schachteln, Archivmappen und andere Umhüllungen aus zellulosehaltigem Material für die Lagerung von Schrift- und Druckgut aus Papier und Pergament« definiert sie seit 2012 die Anforderungen an Schutzverpackungen. Die Regeln reichen von der Materialzusammensetzung und Konstruktion bis zu eingesetzten Klebstoffen, Metallteilen und Farben, damit diese optimal vor verschiedenen Umwelteinflüssen wie Licht, Feuchtigkeitsschwankungen, Staub und mechanischer Belastung schützen.

Die DIN ISO 16245 ist Grundlage für die Beschaffung von Schachteln, Mappen und Umschlägen, die darin fixierten Anforderungen an Schutzverpackungen schließen eine Gefährdung von Schrift- und Druckgut – zum Beispiel durch Ausbluten der Verpackung – aus. Hinsichtlich der chemischen Beschaffenheit der Pappe bezieht sich die DIN ISO 16245 mehrfach auf die ältere ISO-Norm 9706 »Information und Dokumentation – Papier für Schriftgut und Druckerzeugnisse  – Voraussetzungen für die Alterungsbeständigkeit «,
welche pH-Wert, alkalische Reserve und maximale Kappa-Zahl alterungsbeständiger Schreib- und Druckpapiere bis 240 g/m2 definiert. Nach DIN ISO 16245 sind Schachteln und Schutzverpackungen Außenverpackungen, für die alternativ zwei Typen (A oder B) von Pappe verwendet werden können. Beide Materialien erfüllen die Anforderungen der DIN ISO 9706 an pH-Wert und alkalische Reserve. Typ A entspricht darüber hinaus auch den dort genannten Anforderungen hinsichtlich des Ligningehaltes (Kappa-Zahl). Diese Schutzverpackungen aus garantiert ligninfreier Pappe dürfen ohne zusätzliche Innenverpackung in direktem Kontakt zu den zu schützenden Unterlagen eingesetzt werden.


Die – im Vergleich zum Typ A – geringere Qualität der Pappen des Typ B ist ausschließlich auf die fehlende Begrenzung der Kappa-Zahl bzw. des Ligningehaltes zurückzuführen: Pappen des Typ B sind mitunter chemisch weniger beständig, denn bei ihrer Herstellung kann auch Recyclingmaterial unbekannter Herkunft verwendet werden. Die Norm lässt Schutzverpackungen aus Pappen des Typ B unter der Bedingung zu, dass verpackte Schriften und Drucke durch einen zusätzlichen Umschlag oder eine Mappe geschützt werden. Diese Innenverpackung soll ligninfrei sein und der DIN ISO 16245 Typ A entsprechen.


Anforderungen der DIN ISO 16245


LIGNIN
Kappa-Zahl < 5 (Typ A) oder Kappa-Zahl > 5 (Typ B)


SÄUREFREI
pH-Wert zwischen 7,5 und 10


ALKALISCHE RESERVE
mindestens 2 % Calciumcarbonat (CaCO3)


LEIMUNG
muss weichmacherfrei sein


STABILITÄT
Druckbeständigkeit von mindestens 20 Kilopascal


WASSERRESISTENZ
Wasseraufnahmevermögen der Schachtelaußenseite darf nach ISO 635 (Cobb 60s) einen maximalen Cobb-Wert von 25 g/m2 innerhalb von 60 Sekunden nicht übersteigen


OBERFLÄCHE
abriebfest


FARBE
das Material sollte keine optischen Aufheller enthalten; bei farbigen Schachteln kein Ausbluten der Farbe unter Wassereinwirkung


BEFESTIGUNGSMATERIAL
ausschließlich Verbindungselemente aus korrosionsfreiem Draht und korrosionsfreien Nieten


HANDLING
die Schachtel muss sich mindestens 300-mal öffnen und schließen lassen, ohne Schaden zu nehmen


GESTALTUNG
Schriften und Drucke sollen gut verpackt, nicht aber luftdicht verschlossen sein; die Schachteln sollen eine optimale Raumnutzung im Regal ermöglichen


Eigenschaften unserer Materialien und Schutzverpackungen über die DIN ISO 16245 hinaus

OPTISCHE AUFHELLER

Generell keine optischen Aufheller

AUSBLUTEN

Kein Ausbluten in 48 h

STABILITÄT

Viele unserer Schutzverpackungen sind deutlich stabiler als gefordert.

HANDLING

Deutlich haltbarer als gefordert: Den Eigenversuch haben wir nach 2.800-mal öffnen und schließen abgebrochen. Bis dahin war die Verpackung schadlos.

LICHTBESTÄNDIGKEIT

Obwohl in der DIN ISO 16245 nicht gefordert, sind unsere Wellpappen lichtbeständig.

VERKLEBUNG

Nassfeste Verklebung
Die meisten der vorstehenden Begriffe erklären wir Ihnen genauer in unserem „kleinen ZFB-Lexikon“, denn was eine „Kappa-Zahl < 5“ oder eine „Stabilität von 20 kPa“ wirklich bedeutet, wissen selbst Experten nicht immer bis ins kleinste Detail.